Kampfrichter beobachtet einen Versuch auf der Plattform

Ratgeber / Guide

Dein erster Powerlifting-Wettkampf: Die Equipment-Checkliste (BVDK)

Von der Redaktion · Aktualisiert am 12. Juli 2026

Kurz gesagt

Der häufigste Anfänger-Fehler beim ersten Kraftdreikampf-Wettkampf ist nicht die Attempt-Auswahl, sondern das Equipment: ein nicht zugelassenes Singlet, ein zu langärmliges T-Shirt oder Compression-Shorts unter dem Anzug, und der Equipment-Check wird unangenehm. Diese Checkliste führt dich einmal komplett durch, von der Startberechtigung bis zu den Socken.

Schritt 1: Startberechtigung (vor dem Equipment)

Starten kannst du im BVDK nur über einen Mitgliedsverein, nicht als Einzelperson. Der Verein beantragt dein Startbuch (dafür brauchst du Passfotos) und die Startlizenz. Einen Kader-Status oder Mindest-Kraftwerte brauchst du nicht: Mit gültigem Startbuch und Lizenz darfst du auf Landesebene antreten. Details und Sportordnung: bvdk.de/regelwerk.

Schritt 2: Die Pflicht-Ausrüstung

Für einen Classic-Start (Raw) MUSS in die Tasche:

  • Singlet, IPF-zugelassen. Das einzige Teil, an dem du nicht sparen darfst. Es zählt das konkrete Modell auf der IPF Approved List, nicht die Marke. Unser Singlet-Vergleich markiert die zugelassenen Modelle.
  • T-Shirt mit Rundhals. Ärmel enden oberhalb des Ellbogens, keine Taschen, keine Reißverschlüsse, kein Kragen. Das simple Baumwoll-Shirt besteht, das Kompressions-Shirt fällt durch.
  • Hallensportschuhe. Sohle max. 5 cm. Gewichtheberschuhe, Deadlift-Slipper und flache Sneaker sind alle erlaubt, Barfuß nicht.
  • Schienbeinlange Socken fürs Kreuzheben. Seit der Regel-Anpassung 2026 optional, wenn dein Singlet Beine hat, praktisch trägt sie trotzdem fast jeder.
  • Unterwäsche ohne Stützfunktion. Handelsübliche Unterhose, KEINE Compression-Shorts. Das wird tatsächlich geprüft.

Schritt 3: Die optionale Ausrüstung

Alles Folgende darfst du weglassen, aber wenn du es trägst, muss es zugelassen sein:

  • Gürtel (max. 10 cm breit, 13 mm dick): lohnt ab dem ersten Wettkampf, Vergleich hier.
  • Knee Sleeves (7 mm, 30 cm, einlagig): Vergleich hier. Achtung, beliebte Trainings-Sleeves wie der Rehband RX sind NICHT wettkampfzugelassen.
  • Wrist Wraps (max. 1 m): fürs Bankdrücken die günstigste spürbare Hilfe.

Schritt 4: Der Equipment-Check am Wettkampftag

Nach dem Wiegen prüft ein Kampfrichter deine komplette äußere Ausrüstung auf Regelkonformität: Sichtprüfung von Singlet, Shirt, Gürtel, Sleeves, Wraps, Schuhen und Socken. Pack deshalb keine Ersatz-Teile ein, die nicht regelkonform sind, und bring im Zweifel die Originalverpackung oder das Approved-List-PDF mit, das erspart Diskussionen.

Die fünf häufigsten Anfänger-Fehler

  1. Singlet nicht auf der Approved List (oder geliehen und ausgeleiert).
  2. T-Shirt-Ärmel über dem Ellbogen? Nein: über dem Ellbogen ENDEN müssen sie.
  3. Alter 15-cm-Bodybuilding-Gürtel vom Trainingspartner, zu breit, fällt durch.
  4. Compression-Shorts unter dem Singlet.
  5. Trainings-Sleeves statt zugelassener Sleeves eingepackt.

Fazit

Startberechtigung über den Verein klären, ein zugelassenes Singlet plus Rundhals-Shirt kaufen, Hallenschuhe und lange Socken einpacken, fertig ist die Pflicht. Gürtel, Sleeves und Wraps machen den Start angenehmer, sind aber kein Muss. Wer nach dieser Liste packt, geht ohne Überraschung durch den Equipment-Check und kann sich aufs Wesentliche konzentrieren: neun gute Versuche.

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